Die Covid-19-Pandemie hat dieses Jahr unser aller Leben verändert und teilweise auf Eis gelegt. So auch die Aktivitäten der Banater Trachtentanzgruppe Reutlingen.
Am 11. bis 13. September hatte das lange Warten endlich ein Ende. Zum 4. Mal wurde das Tanzseminar durchgeführt. Dieses Jahr war unsere Unterkunft, wie bereits dreimal zuvor, die beschauliche Hütte in Laichingen.
Um die Corona- sowie Abstandsregeln einhalten zu können stand allerdings nicht der Paartanz im Mittelpunkt. Teilgenommen haben 20 Personen unserer Tanzgruppe. In den vorhandenen Mehrbettzimmern mit jeweils 4-10 Betten konnten wir uns großzügig verteilen.

Nachdem alle die Anreise am Freitag gegen Spätnachmittag vollzogen hatten und das Gepäck sowie allerlei Proviant ausgeladen wurden, starteten wir unser langersehntes Wiedersehen mit einem gemütlichen Grillabend.
Die Männer sorgten für das Feuer und es wurden diverse Salate, selbstgebackenes Brot und allerlei Sorten Fleisch und Würstchen aufgetragen. Auch die Mici durften natürlich nicht fehlen. In der Wärme des Feuers saßen wir bis in die Dunkelheit draußen. Allerlei Neuigkeiten wurden ausgetauscht, es wurde viel gelacht und jeder genoss die Gesellschaft, die wir dieses Jahr leider so missen mussten. Die Frische der Nacht setzte dem Abend kein Ende. Wir verlagerten den Abend in den Gesellschaftsraum der Hütte. Tanzleiterin Melinda Petla präsentierte das Programm des Wochenendes. Danach sorgten ein paar Runden Pantomime für viel Gelächter.

Am nächsten Morgen hieß es um 8.30 Uhr antreten zum Frühsport. Wir versammelten uns im Freien vor der Hütte – zum Zumba. Die lateinamerikanischen Rhythmen sorgten für den notwenigen Pepp am Morgen und schüttelten so manchem den Schlaf aus den Knochen. Die Anleitung erhielten wir mittels Tablet über ein Video sowie die Anweisungen der Tanzleiterin.

Einige wenige von uns bereiteten währenddessen das Frühstücksbuffet vor. Die unzähligen mitgebrachten Leckereien ließen keinerlei Wünsche offen. Nach einer halben Stunde Sport hatten wir uns das auch verdient. Frisch gestärkt startete unser Programm um 10 Uhr. Wir wurden durch Melinda Petla in 2 Gruppen eingeteilt.
Die eine Gruppe wurde unter Leitung von Michael Huschitt in die Kunst des Theaterspielens eingeführt bzw. wurden unsere bereits bekannten Theatertalente gefördert. Die zweite Gruppe durfte Line-Dance einstudieren.  Getanzt wurde unter Einhaltung des Abstandes im Außenbereich, Theater einstudiert im Gesellschaftsraum der Hütte. Die Tänze unter Anleitung von Melinda Petla wirkten auf den ersten Blick zwar einfach, aber schnell wurde klar, dass die Schrittfolge doch nicht so schnell umsetzbar war.
Nach einigen Wiederholungen zeigte sich unser Tanztalent und nun können wir den Cowboys und –girls durchaus Konkurrenz machen. Auch die Theaterproben liefen reibungslos ab. Das ein oder andere Talent wurde entdeckt. Die Öffentlichkeit wird bei nächster Gelegenheit sich selbst ein Bild davon machen dürfen. Zudem wurden kürzere Sketche einstudiert.

In der Mittagspause wurden wir mit den Resten des Grillabends und leckeren Kuchen verwöhnt. Selbst eine Dobos-Torte, gebacken von Eveline Wolf, hatte nicht gefehlt. Frisch gestärkt wechselten die Gruppen, sodass jeder in den Genuss des Theaters oder des Line-Dance kam.

Gegen 18 Uhr versammelten wir uns zum Gruppenfoto. Währenddessen köchelte das selbstgemachte Paprikasch bereits in einem großen Topf vor sich hin. Das Abendessen nahmen wir im Gesellschaftsraum der Hütte ein. Nach so einem Tag kam dies wie gerufen.
Danach präsentierte Oliver Steiner seine Bildpräsentation über das vorherige Tanzseminar sowie einen Jahresrückblick der Jahre 2019/2020. Schnell schwelgten wir in Erinnerungen und bei so manchem Bild brachen wir in schallendes Gelächter aus. Anschließend wurden die einstudierten Sketche vorgeführt. Wir ließen den Abend bei Spielen ausklingen, wobei so mancher sich bereits erschöpft in die Betten zurückzog.

Am nächsten Morgen hieß es wieder um 8.30 Uhr Zumba. Wir versammelten uns vor der Hütte bei strahlendem Sonnenschein und starteten bewegungsreich in den Tag. Nach dem Frühstück wiederholten wir in den 2 Gruppen die einstudierten Line-Dance-Schritte. Gegen Mittag hieß es dann packen, aufräumen und Abschied nehmen.

Das Wochenende hat uns wieder näher gebracht und war überaus lehrreich. Nach der langen Zeit ohne Veranstaltungen und Tanzproben war es für uns alle sehr wertvoll. Wir genossen jeden Moment und hoffen, dass es uns bald wieder möglich sein wird in alter Manier gemeinsam Zeit verbringen zu dürfen.

Ein großer Dank gilt Michael Huschitt für die Organisation.

Sabine Zahner, Autor

Sabine Zahner ist stellvertretende Protokollführerin sowie stellvertretende Pressereferentin und Mitglied der Trachtengruppe

Ein Kommentar

Manfred, Okt 01, 2020

Super gemacht Sabine. Wie immer !!!

Hinterlasse einen Kommentar